Aquarien-und Terrarienfreunde Emden e.V.
Aquarien-und Terrarienfreunde Emden e.V.

Aquarianer fachsimpelten

 

Zierfischausstellung im Kulturbunker lockte wieder Hunderte Besucher

 

Ein bisschen klingt „Aquarianer“ wie „Vulkanier“ oder „Romulaner“ aus Raumschiff Enterprise. Dabei sind die Aquarien- und Terrarienfreunde Emden offenbar gar keine solchen Exoten, wie man meinen möchte. „Im Schnitt kommen 700 bis 800 Besucher in unsere Ausstellung“, sagte Thorsten Nanninga. Der Vereinsvorsitzende sollte auch am Sonntag wieder Recht behalten. Bei der Zahl Interessierter kann man wirklich nicht mehr von einem exotischen Hobby sprechen.

Zum zweiten Mal hatte der Verein, der aus 45 aktiven meist Zierfischfreunden besteht, die Tausch- und Verkaufsbörse im Kulturbunker ausgerichtet. Guppys für 1,50 Euro oder auch hochwertige Saugwelse aus Lateinamerika waren dort zu bewundern und zu erwerben. Die Welse sind dabei deutlich teurer, weil sie so schwer nachzuziehen sind, sagt Nanninga.

Terrarienfreunde kamen nur zu Besuch und stellten ihre Tiere nicht aus. „Die haben dafür noch ihre speziellen Vereine“, sagte Nanninga. Die meisten der Vereinsaktiven machen doch eher in Fisch. 15 Aussteller hatten im Kulturbunker aber passenden Platz.

Dabei hat jeder sein Spezialgebiet. Über die Guppys und Welse hinaus waren das beispielsweise Garnelen. Natürlich nicht zum essen, sondern zum besonnenen Anschauen. Schließlich sind diese Garnelen ganz besonders, in verschiedenen Farben wie blau, gelb oder rot zu haben. Sie gehören in kein gewöhnliches Aquarium, so Nanninga. „Die sind für Nano-Becken, die gerade sehr im Trend sind.“ Sie sind so etwas wie die Bonsais unter den Aquarien, Ursprung auch da: Japan. „Da werden auch die Wasserpflanzen kurz gehalten exakt gepflegt“, sagte Nanninga.

Zu einem neuen Trend könnte auch „Findet Dorie“ führen. Der Animationsfilm ist gerade in den Kinos angelaufen und handelt von einem Palettenfisch, der ziemlich schusselig ist und wahrscheinlich genauso seine Fans finden wird wie „Findet Nemo“. Doch er hat auch schon seine Kritiker. Die befürchten nämlich, dass Aquarianer jetzt plötzlich diesen Paletten-Doktorfisch für ihre Becken haben wollen. Doch das ist nicht ganz einfach. Anders als bei den Emder Aquarienfreunde, die ausschließlich Süßwasser-Zierfische halten, brauchen Fische wie „Dorie“ Meerwasser und vor allem sehr viel Platz.

Nanninga befürchtet unter seinen Kollegen keine Fehlhaltung. Im Gegenteil:“ Der Film ist für uns als Trendsetter nicht verkehrt. Wichtig ist nur, dass sich die Leute richtig informieren und gute Beratung bekommen.“

Die kriegen sie bei den Emder Aquarien- und Terrarienfreunden. Beispielsweise bei den nächsten Experten-Vorträgen in ihrem Vereinsheim“, der AWO Borssum am:

  • Donnerstag, 6. Oktober, 19.30 Uhr. Stefan Rölling spricht über Wasserinsekten am Gewässerrand.
  • Oder am Samstag, 22. Oktober, 17Uhr: Andreas Tanke (Hannover) berichtet über seine Reise nach Südamerika, wo er L-Welse, also noch nicht benannte Welse, lebend gefangen und dann importiert hat. Gäste sind willkommen.

 

Treffen an jedem ersten Donnerstag im Monat um 19.30 Uhr im Haus der Arbeiterwohlfahrt in Borssum (www.aquarienfreunde-emden.de)

 

Bild und Textquelle: Emder Zeitung vom 5.10.2016( Schuurman)

 

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