Aquarien-und Terrarienfreunde Emden e.V.
Aquarien-und Terrarienfreunde Emden e.V.

Blick in bunte Becken

Zierfischbörse erstmals im Kulturbunker Barenburg

 

Von Axel Milkert

 

„Mich interessiert alles, was besonders ist“, sagt Bernd Moritz und zeigt auf seinen Schabrackenpanzerwels. Der misst bis zu Zehn Zentimeter. Für ein Aquarium ein Riese. Moritz kommt aus Schortens, hat zu Hause 40 Fischbecken und gehört zu den 23 Ausstellern der diesjährigen Zierfischbörse. Die findet an diesem Sonntag erstmals im Kulturbunker Barenburg statt.

Hunderte Menschen stehen vor Guppy, Schwertträgern, Antennenwelsen, Barschen, Salmlern und anderen Arten. Schauen, überlegen, kaufen. Immer wieder verlassen Aquarianer den Kulturbunker mit neuen Fischen oder Pflanzen für die Unterwasserwelt daheim. Schon nach wenigen Stunden sind die Tombola Preise vergeben, der Hauptpreis –ein 130-Liter-Becken-findet schon am Vormittag seinen Besitzer. „Es läuft erstaunlich gut“, sagt Veranstalter Thorsten Nanninga, Vorsitzender der Emder Aquarien und Terrarienfreunde, nach Wilhelmshafen der mitgliederstärkste Verein seiner Art im Nordwesten. Die Börse findet nach Jahren in der Pumpstation erstmals in Barenburg statt. Am Samstag ab 9 Uhr haben die Helfer aufgebaut: 73 Becken, die notwendige Beleuchtung und Heizung dafür. Für die „Füllung“ sorgen die Aussteller selbst.

Vieles mutet exotisch an. Die bunten Garnelen etwa. Sie sind ein Teil der sogenannten Nano-Aquaristik. In eher kleinen Becken halten die Zierfischfreunde seit einigen Jahren immer mehr Krebse und Garnelen- ein Boom, der seinen Anfang in Asien nahm. Ähnlich wie das Aquascaping, bei dem spezielle Unterwasserlandschaften geschaffen werden, zum Beispiel das Auenland aus „Herr der Ringe“. Das Besondere und Filigrane findet man auch in der Pflanzenwelt. Wie die Wasserbanane, die Bernd Moritz Interessierten zeigt. Sehr artifiziell muten die kleinen Moosbäumchen an, die Tina Rumkorff aus Emden gestaltet. Kleine Moosballen, unsichtbar mit Angelschnur auf Walnussholz-Stäbchen montiert. Oder Moos auf Tonröhrchen. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Nanninga möchte die Kooperation mit dem Kulturbunker auf jeden Fall fortsetzen. „Die Zusammenarbeit ist hervorragend.“ Und der stundenlange Publikumsandrang bestätigt .Das Interesse an Unterwasserwelten im Wohnzimmer ist ungebrochen.

Man muss ja nicht gleich wie Bernd Moritz zehn bis zwölf Arten in heimischen Bassins hegen und pflegen. Das Wichtigste, und da kommt es auch Moritz an, ist vor allem eines: „Das Schönes ist doch, dass ein Aquarium Beruhigt. Wenn man sich geärgert hat, setzt man sich davor und alles ist gut.“

 

Quelle:  Emder Zeitung vom 7.03.2016

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Aquarien-und Terrarienfreunde Emden e.V.