Aquarien- und Terrarienfreunde Emden e.V.
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 Macropodus ocellatus (Rundschwanzmakropoden)

Diese Art ist im gesamten nördlichen China und Korea verbreitet. Daher ist sie vielen auch unter dem falschen Namen Macropodus chinensis ( Chinamakropode) bekannt. Entsprechend Ihrer Verbreitung sind die Rundschwanzmakropoden gute Bewohner eines Gartenteichs, den im Winter bedenkenlos auch mal eine dünne Eisschicht bedecken kann.

 

Die Fische unserer Population werden mit 10cm ziemlich groß und sind in beiden Geschlechtern sehr auffällig gefärbt. Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Geschlechter nur durch die Länge der ausgezogenen Rückenflossen.

 

 

Haltung und Zucht

 

Es ist kaum zu glauben, aber viele Aquarianer scheitern an der Bedürfnislosigkeit dieser Art.

Man kann diese Art ziemlich leicht kaputt betütteln.

Filterung und Belüftung sind beides nicht nötig, können aber durch die von ihnen verursachte Strömung die Fische stark stressen.

Unsere ausgewachsenen Paare wechseln zweimal im Jahr ihr Becken; die entsprechenden Komplettwasserwechsel sind völlig ausreichend.

Eine Heizung ist auch eher schädlich. Die Fische mögen alle Facetten eines typisch ostfriesischen Sommers: Von extrem warm bis regnerisch kühl. Bei Einheitstemperaturen werden sie anfällig gegen Krankheiten.

Wenn man Rundschwanzmakropoden in ausreichend tiefen Gartenteichen hält, muss man sich um die Überwinterung keine Sorgen machen.

Bei uns werden die Fische jedoch in Aquarien gehalten. Das Winterbecken im Schuppen enthält deswegen einige kleine ungeregelte Heizer. Diese sorgen über einen Temperaturwächter dafür, dass 5°C nicht unterschritten werden.

Im Sommer halten wir unsere 2 Zuchtpaare in einem 100cm – Becken nahe der Terrasse.

Das Becken füllen wir mit normalem Emder Leitungswasser.

Eine Abdeckung aus Plastikgitter dient als Schutz vor abgefallenem Laub. Das Wasser wird sonst zu dunkel.

Jedes Männchen beansprucht eine großblättrige Schwimmpflanze als Standort. Wir haben dieses Bedürfnis mit Muschelblumen abgedeckt. Da wir diese Pflanzen nicht durch den Winter bringen, müssen wir jedes Frühjahr wieder in den Baumarkt zwecks Neuerwerb.

Die weitere Einrichtung besteht aus großen Holzstücken und Wasserpflanzen im Topf.

Gefüttert wird unregelmässig mit Mückenlarven, kleinen Regenwürmern, Mauer – und Wasserasseln, Enchytränen usw.

Man kann die Macropoden nicht durch Fütterung aus der Deckung locken. Eventuell fressen sie erst bei Dunkelheit!

Die Zucht ist extrem einfach. Im Herbst fischen wir unser Gartenbecken ab. Neben den Alttieren finden sich dabei bis zu 20 Jungtiere, welche wir in einem separaten Becken im Schuppen überwintern (5°C – 7°C). Im Winter fressen sie sehr wenig und wachsen fast überhaupt nicht. Ab dem Frühjahr dann die gleiche Behandlung wie die Alttiere.

 

Jens Michaelis

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